![]() |
|
|
Index-Seite Übersicht Details: Was genau ist... Service
Feedback
Über konkrete Verbesse- |
Was genau ist Hypnose?- Allgemeines AllgemeinesZwei Begriffe geistern in den Köpfen der Menschen über dieses Thema: Trance (lat.-frz.-engl. [sprich: ‘trã:s]) und Hypnose (gr.). Tatsächlich sind diese Begriffe (semantisch gesehen) gleich! Sie bedeuten „schlafähnlich eingetrübter bzw. eingeschränkter Bewusstseinszustand“. In der Umgangssprache wird, besonders unter Fachleuten, das Wort Trance eher für den Bewusstseinszustand und Hypnose eher für das Verfahren, eine Trance einzuleiten und damit zu arbeiten verwendet. Man begegnet aber auch entgegengesetzten Verwendungen. Die Vorstellung, dass ein solcher Bewusstseinszustand „eingetrübt“ bzw. „eingeschränkt“ sein soll, erzeugt bei vielen Menschen Ängste, die insofern unbegründet sind, als dass ein Alpha-Zustand (leichteste Form der Trance) z.B. als Zustand höchster Aufnahmefähigkeit und Kreativität empfunden wird. Auch treten, bei sich entwickelnder Trance, mehr und mehr die bewussten Kontrollfähigkeiten hinter die unbewussten Kontrollmechanismen, welche sehr viel absoluter und sicherer funktionieren. Da wir uns hier weder mit Bühnen-Hypnose noch mit Alfred Hitchcock befassen wollen, sondern eher an dem interessiert sind, was tatsächlich passiert und wie es zu unserem Vorteil genutzt werden kann, werde ich mich auf die Wahrheit anstatt auf Mythen konzentrieren! Trance ist ein ganz normaler (also physiologischer) Bewusstseinszustand, den Menschen durchschnittlich 1x in der ¼ Stunde erleben. Wir nennen dies Alltags-Trance. Sie fahren mit dem Fahrstuhl, schauen mit „verträumten Blick“ auf die Anzeige – 8, 7, 6,... – und sind in Trance! Vielleicht wundern Sie sich jetzt, dass Sie dabei ja gar nicht bewusstlos sind. Natürlich nicht, ich bin ja schließlich nicht Alfred Hitchcock und wir reden hier über das, was tatsächlich passiert. Kein Mensch wird bewusstlos, wenn er in Trance geht, weder wenn er diese von allein entwickelt, noch wenn er als Hypnotisand von einem Hypnotiseur hineingeführt wird! Viele Menschen glauben, sie waren gar nicht in Trance, nur weil sie nicht bewusstlos waren. Selbst in sehr tiefen Trance-Zuständen (somnambulen Trancen) ist dies nicht der Fall. Man verliert das Interesse an dem was außen passiert, geht ganz in eine innere Welt und entwickelt sehr häufig einen Gedächtnisverlust (Amnesie) über diesen Zeitraum. Amnesie hat aber nichts mit Bewusstlosigkeit zu tun, sondern man erinnert sich an etwas nicht mehr, das man aber tatsächlich erlebt hat. Wahrlich entwickeln alle Menschen in Trance gewisse Trance-Zeichen/-Phänomene. Derer gibt es viele und sie treten in individuell sehr unterschiedlichen Ausprägungen und Kombinationen auf. Manche sind sehr häufig andere eher selten. Einige Menschen entwickeln bestimmte Trance-Phänomene selbst bei konsequenter Suggestion nie! Noch Fragen? Rufen Sie
an: Trance-Zeichen – Trance-PhänomeneFolgende Trance-Zeichen/-Phänomene sind sehr häufig zu beobachten:
Alle Trance-Phänomene sind normalerweise durch entsprechende Suggestionen bzw. Vorgehensweisen auslösbar. Dazu kommt die Idee von der „Problem-Trance“. Probleme wie Ängste, Stress, Depressionen, oder sogar Neurosen und Psychosen könnte man aufgrund der auftretenden Zeichen auch als Trance ansehen. Dementsprechend kann man Techniken entwickeln, wie man einen solchen Menschen aus seiner selbständig entwickelten „Problem-Trance“ wieder sozusagen herausholt (reorientiert). Noch Fragen? Rufen Sie
an: Von der leichten Entspannung zur Tieftrance"Nehmen Sie sich nun ruhig ein wenig Zeit für sich, machen Sie's sich bequem und kommen Sie in Ihrer Weise einfach irgendwie zur Ruhe." Und schon entwickelt sich eine leichte Entspannung - so entsteht eine Trance (Muskeln entspannen sich, Gesicht wird symmetrischer,...). "Erinnern Sie sich an einen Augenblick zurück, an dem Sie etwas wirklich schönes erlebt haben. Tun Sie innerlich so, als würden Sie es jetzt erleben, drehen Sie innerlich die Zeit zurück und schauen Sie sich vor Ihrem inneren Auge an, was Sie sehen: die Farben, die Menschen und Dinge und erinnern Sie sich an das, was Sie gehört haben: die Stimmen, Geräusche oder Musik. Spüren Sie, was Sie dabei fühlen, äußerlich und innerlich" – dabei haben Sie schon eine leichte Trance entwickelt (Verschiebung des Aufmerksamkeits-Fokus, Muskelentspannung, ...)! Trance kann in Problemfällen aber auch Anspannung bedeuten.
Die Entwicklung ist dabei immer fließend, Sie bemerken also keinen stufigen Unterschied zwischen den einzelnen Phasen. Die Trancetiefe variiert auch im Laufe eines Prozesses, egal ob er selbständig oder geleitet entsteht. Sie variiert auch von Mal zu Mal. Man kann die Trancetiefe durch entsprechende Suggestionen und andere Maßnahmen verändern, in die eine, wie auch in die andere Richtung. Noch Fragen? Rufen
Sie an: Klassische Hypnose und MILTON H. ERICKSONHypnose wurde schon im alten Ägypten praktiziert. Die Geschichte zieht sich dann durch die gesamte Zeit bis mit SIGMUND FREUD eine Form entstand, die wir heute "Klassische Hypnose" nennen. Die Bedeutung der Hypnose als Therapie war nicht vorhanden, eher als untersuchendes und im Höchstfalle symptomverschiebendes Verfahren. MILTON HYLAND ERICKSON, amerikanischer Arzt (Psychiater) und Psychotherapeut, geb. 1901, lernte die Hypnose in den 20er Jahren kennen und war sehr schnell davon überzeugt, dass damit mehr möglich sei. Im Laufe der Jahrzehnte, bis zu seinem Tod 1980, revolutionierte er die Hypnosetherapie hin zu einem eigenständigen, wirksamen und tiefgreifenden Therapieverfahren dessen Ergebnisse dauerhaft sind. Er entwickelte dabei ein neues Verständnis von Trance und Hypnose und über Psychotherapie schlechthin. Viele Ideen, die in der Praxis nachvollziehbar Wirkung zeigen, sind bis heute umstritten. Da uns aber nicht so sehr die psychoanalytisch-wissenschaftlich Theorie vom Warum, Wieso und Weshalb interessiert, sondern es uns um tatsächliche Ergebnisse und Veränderungen im Alltag geht, können wir sie uns zu Nutze machen.
Die wesentlichen Unterschiede
Ein "ERICKSONianer" arbeitet indirekt, bringt seine Suggestionen häufig verwoben unter in dem, was er sonst noch so sagt. Wir arbeiten sehr individuell und systemisch, beziehen also die gesamte Umwelt, in der der Klient oder Patient lebt mit ein. Es geht schließlich darum, den Hypnotisanden geschickt zur Kooperation zu bewegen, ihm zu helfen, einen ganz natürlichen Zustand zu erreichen, den wir Trance nennen und den er schon Tausende male mehr oder weniger tief erlebt hat. Es kommt auch gar nicht so darauf an, wie tief die Trance ist. Selbst in sehr leichten Entspannungszuständen, kann ein Mensch tiefgreifende Veränderungen erleben. Es ist eher eine Art Kommunikation unter Freunden und der Rapport, der im klassischen Sinne "Folgsamkeit" bedeutet, bedeutet hier "Vertrauen". Ein ERICKSONscher Therapeut oder Hypnotiseur versucht möglichst genau die Vorstellungswelt und das Leben des Hypnotisanden zu verstehen und mit allem, was er tut, sich in diesem System zu bewegen. Ihn auf der Ebene abzuholen , auf der er ist und ihn zu seinem Ziel zu führen, ihn zu begleiten. „Sie können sich gerne jetzt bequem hinsetzen und schon einmal beginnen, in Ihrer Weise zur Ruhe zu kommen. Sie können spüren, wie Ihre Hand auf Ihrem Oberschenkel liegt und sich dabei von meiner Stimme begleiten lassen, während Sie noch tiefer in Trance gehen. Sie können gespannt darauf sein, wann sich Ihre Augen von ganz von alleine schließen wollen, um Ihnen innere Bilder zu zeigen, die Sie gar nicht bewusst sehen müssen um zu wissen, dass Zigaretten von jetzt an unangenehme Gefühle erzeugen. Vielleicht sind es üble Erfahrungen von Rauch-Exzessen die sich von ganz von alleine mit jeder zukünftigen Zigarette assoziieren, während es sich so viel besser anfühlt, klare und frische Luft zu atmen...“ Noch Fragen? Rufen Sie
an: Was ist das Unterbewusstsein?Das Unterbewusstsein, auch das „Unbewusste“ oder kurz UB genannt, sehe ich als das eigentliche Bewusstsein an. Dementsprechend sind Bewusstseinsentwicklungen immer Entwicklungen des Unbewussten. Das Tagesbewusstsein ist für mich lediglich eine Kontroll-Ebene, die sich im wesentlichen mit dem bewussten Kontakt zur Umwelt beschäftigt (Kommunikation, Planungen, Handlungen,...). Das Unterbewusstsein ist somit die Ebene des automatisierten Verhaltens in allen Aspekten des täglichen Lebens. Nach Untersuchungen des Psychologen ALBERT MEHRABIAN lässt sich die Effektivität der Kommunikation (vgl. "Gelungene Kommunikation im Alltag") in ca. 7% durch die tatsächlichen Worte, 38% durch die Tonalität und etwa 55% durch die Gestik und Mimik erklären. Tonalität, Mimik und Gestik lässt sich nur „gewaltsam“ und dann auch nur teilweise bewusst beeinflussen. Und das wirkt dann auch ziemlich inkongruent (nicht überzeugend)! Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Wirksamkeit der rein digitalen Information, also der bewusst ausgesprochenen Worte, nur rund 3% ausmacht. Außerdem sind die „restlichen“ unbewussten analogen 97%, also Tonalität, Mimik und Gestik, fast untrennbar miteinander verkoppelt. Wie groß ist also die Bedeutung unseres Unterbewusstseins im täglichen Leben? Einige meiner Teilnehmer sind auch nach dieser Erkenntnis noch davon überzeugt, dass sie im Wesentlichen ein „bewusstes“ Leben führen und fast immer bewusst entscheiden, was sie wann und wie tun. Jeder kann sich selbst beobachten und überlegen, wie viele seiner großen und vielen kleinen Entscheidungen, die er täglich trifft, er tatsächlich bewusst vornimmt. Gehen Sie tatsächlich ganz bewusst los, wenn die Ampel auf Grün schaltet? Entscheiden Sie bei jedem einzelnen Produkt, ob Sie es und von welcher Firma Sie es kaufen wollen? Überlegen Sie in jeder, noch so unwichtigen Situation ganz genau, was Sie im einzelnen tun oder wie Sie reagieren wollen? Falls Sie, so wie ich, zu der Erkenntnis kommen, das Ihr Unbewusstes der entscheidende Motor und "Strategien-Spender" Ihres Alltags ist, dann wissen Sie, dass tatsächliche Veränderungen nur im Unbewussten stattfinden können. Diese wirken sich dann natürlich auch ganz automatisch und natürlich aus! Die "ERICKSONianer" sehen das UB auch als Sitz der Ressourcen, also all Ihrer Talente, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Möglichkeiten. Deshalb geht es nach ERICKSON und im NLP darum, Ressourcen zu befreien. Viele beschreiben auch noch etwas, das wie ein Kern im Unterbewusstsein sitzt. Man könnte es vielleicht als „Überbewusstsein“ bezeichnen. Ich assoziiere es mit Intuition, Identitätsbewusstsein und Lebensaufgabe (vgl. "Lebe Dich selbst!-Workshops" und "Lebenssinn erkennen und verwirklichen im Einzelcoaching"). Da das Unterbewusstsein ähnlich wie ein Computer handelt und reagiert, wird es oft auch als solcher oder als Software bezeichnet. Das UB denkt immer in Wahrnehmungen (also inneren Bildern, inneren Stimmen, Geräuschen, Töne und Musik, inneren Tast-Wahrnehmungen, Gerüchen und Geschmäcken = Repräsentations-Systeme). Es kann also nicht so ohne weiteres Negationen wie Nichtrauchen, keine Schmerzen, ohne Stress oder Angstfrei verarbeiten, weil man daraus z.B. kein Bild machen kann. Deshalb sollten Sie sich auch vor einer Selbsthypnose immer fragen, wie genau es sein wird, wenn Sie Ihr Problem überwunden haben und was im Einzelnen Sie dann wahrnehmen und erleben werden, anstatt es mit Negationen zu beschreiben. Das Unbewusste kann in Trance u.U. buchstabengenau auf Suggestionen reagieren (Literalismus). Deshalb empfehle ich meinen Selbsthypnose-Teilnehmern genau darauf zu achten, was Sie sagen, wenn sie sich in Trance Selbst-Suggestionen geben; besonders dann, wenn sie diese häufig wiederholen (Affirmationen). Eine weitere interessante Fähigkeit des Unterbewusstseins tritt je deutlicher zutage, desto tiefer man in Trance ist: Es kann Sinn aus Unsinn machen. Eine weinende Tomate, eine kalte Hitze oder der Klang der Stille werden vom UB sinnbringend übersetzt und als sinnvoll empfunden, obwohl das bewusste Denken es nicht versteht. Das Unbewusste wird auch mit den Gefühlen in Verbindung gebracht.
Gefühle kommen immer aus dem UB. Das erklärt, warum es so schwierig
ist, ganz bewusst Gefühle zu erzeugen oder abzustellen. Es ist aber
erlernbar! Weitere Informationen über Hypnose nach Milton Erickson finden Sie auf der Homepage der Milton-Erickson-Gesellschaft (M.E.G.). Haftungsausschluss für Links Noch Fragen? Rufen Sie
an: Ein Wort zum Thema Bühnen-HypnoseShow-Hypnose hat in den meisten Fällen gar nichts mit Hypnose zu tun! Am 06.02.2002 gab es im ZDF Gesundheitsmagazin Praxis einen interessanten Beitrag zu diesem Thema.
Der Beitrag der ZDF Online-Redaktion stammte vom Dipl.-Psych. Hans-Jörg Hautkappe von der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose. Soviel jedenfalls zum Thema Show-Hypnose. Noch
Fragen? Rufen Sie an: Literatur Empfehlungen:
Ein Hypnose-Buch von den beiden meisterhaften Hypnose-Schülern MILTON H. ERICKSON’s. Genauer gesagt ist es eine Zusammenstellung verschiedener Seminar-Transkripte, die auch die faszinierende Art und Weise der Vermittlungskunst GRINDER’s und BANDLER’s zeigt. Die beiden haben übrigens auch schon das NLP entwickelt. Das Buch bringt einen komplexen Überblick über die Hypnose-Therapie MILTON H. ERICKSON’s und beinhaltet auch ein Kapitel über Selbsthypnose. Das Buch führt übrigens mehr oder weniger zwangsläufig von einer Trance in die andere und es ist überraschend zu entdecken, dass man auch unbewusst sehr gut, vielleicht sogar besser, lernen kann.
Ein Buch mit einem sehr praxisorientiertem Selbsthypnose-Teil von zwei Autoren, die sich mit der ERICKSONschen Hypnose beschäftigen. Sehr gut verständlich.
Das wissenschaftliche Standardlehrbuch der Hypnose-Therapie der Universitäten. Dieses Buch empfehle ich deshalb, weil es ein sehr aufgeklärtes, wissenschaftlich genaues Buch über die Hypnose ist. Schmökern Sie einmal darin, wenn Sie es in einer gut sortierten Buchhandlung stehen sehen (der Preis eignet sich nicht gerade zum selber kaufen).
Sie wurde speziell für die professionelle Trance-Arbeit komponiert und führt schon, ohne weitere Sprach-Induktionen, allein in eine leichte Trance. Es gibt keinen negativen Gewöhnungseffekt und wurde selbst von Leuten akzeptiert, die sonst Schwierigkeiten mit Entspannungsmusik hatten. Wir haben sie als Hintergrundmusik für unsere Selbsthypnose-CDs verwendet. Link-Empfehlungen
www.hypnose.de - der Link zu den großen, deutschsprachigen Fachgesellschaften für Hypnose.
Noch
Fragen? Rufen Sie an: |
|
© Hans-Hermann Baertz :: Impressum/TDG :: Scientology-Ausschluss |
|